
Man könnte das Sanctum tatsächlich als sonnigsten Fleck Atreias bezeichnen. Denn wie es scheint, strahlen alle Häuser in einem reinen Weiß, höchstens mit glänzendem Gold oder einem zarten Blau verziert. So ergibt sich ein freundliches Stadtbild, dessen zartrosa blühende Bäume ihr übriges für den unberührten Eindruck tun.
Doch dieser Eindruck trügt, denn in Wahrheit hat diese Hauptstadt mittlerweile eine sehr lange Geschichte hinter sich und einen enormen Wandel vollzogen. Dieser began mit dem Beginn des Krieges, den sich Asmodier und Balaur auch heute noch liefern. Zuvor galt das Sanctum lediglich als Regierungssitz des gütigen Azariel. Mit der großen Katastrophe fand der besagte Krieg einen Höhepunkt und das Sanctum sein Ende. Um ihren Regierungssitz wieder aufzubauen und ihn für Feinde unantastbar zu machen, entschlossen sich die fünf Seraphe unter der Leitung ihres Erzseraphen und Regierenden Azariel mit ihrer Macht die Stadt in die Lüfte zu heben.
Damit war der Aufstieg des Sanctums im wahrsten Sinne des Wortes besiegelt. Die Stadt wuchs und wuchs, wurde zur Anlaufstelle Elyseas, doch der Wachstum brachte ein neues Problem mit sich. Denn als Handelsmetropole wurde der Warentransport diesen Ausmaßes in der Luft immer schwieriger. Daraus folgend entstanden unterhalb des Sanctums mehrere Stützpunkte. Heute zeichnet sich die Hauptstadt durch vieles aus. So zum Beispiel durch einen großen Lufthafen oder unzählige Luftbrücken. Ein besonderer Tempelbezirk bleibt allerdings den höchsten Geistlichen vorenthalten.
So entstand also das riesige Gebiet, in dem viele Elyos ihren Wohnsitz fanden. Doch nicht nur die Elyos selbst leben hier, auch andere Völker, wie die Shugo, fanden ihren Weg dort hin.


