An jenem Tag kehrten wir nach Pandämonium zurück und sammelten unsere Truppen für den bevorstehenden Krieg gegen die Elyos. Schon am nächsten Tag sollten wir uns im Kampf erneut gegenüberstehen. Dieser Tag markierte auch den Beginn des Krieges zwischen unseren beiden Völkern.
Kurz nach Ausbruch des Krieges gelang es den Balaur, die lange Zeit in einer merkwürdigen Dimension jenseits von Atreia in Verbannung verbracht hatten, ihr Gefängnis zu verlassen und in den Abyss einzudringen. Bisher sind sie jedoch nicht in der Lage, bis nach Asmodae vorzudringen. Ihr Blutdurst ist auch heute noch unstillbar wie eh und je, und an der Seite ihrer alten Verbündeten ist ihre Macht beträchtlich.
Und nun sehen wir uns auch noch mit einer weiteren Bedrohung konfrontiert. Wir haben entdeckt, dass unser Planet Äther blutet. Wir verbrachten viele Monate mit der Suche nach der Ursache dieser Blutung und durchkämmten dabei den Abyss und Asmodae. Dabei hatten wir die Lösung des Rätsels ständig vor Augen.
Es waren die zwei Stümpfe des Turmes. Sie sind noch immer durch eine mächtige Resonanz miteinander verbunden, die unsichtbar zwischen den beiden Hälften unserer getrennten Welt existiert. Als Echo des verlorenen Turmes der Ewigkeit rufen sie sich gegenseitig über die Leere hinzu. Und dieses Echo hat den Abyss erschaffen.
Der Abyss absorbiert den Äther, so wie Wasser, das in eine tiefe Spalte sickert. Der Äther wird mit jedem Tag weniger. Schon bald wird das Absaugen des Äthers unsere Daeva und unseren Planeten beeinträchtigen. Atreia wird zur Gänze von dem ätherischen Band zusammengehalten, das Siel und Israphel schufen, als sie ihren eigenen Körpern den Äther entzogen und dadurch ihrer Existenz ein Ende setzten. Der Abyss wird dieses Band schon sehr bald schwächen, und sollte es reißen, wird unsere Atmosphäre zusammenbrechen und alles auf diesem Planeten sterben.
Es besteht jedoch noch Hoffnung. Die Resonanz wird verstummen, sobald einer der beiden Türme nicht mehr existiert. Unsere Vorgehensweise ist klar: Wir müssen den Turm des Lichts zerstören. Dann werden wir die Ätherblutung dämmen, das Leben des asmodischen Volkes retten und gleichzeitig die arrogante Tyrannei, mit der uns die Elyos drohen, beenden.
Wir werden nicht zögern. Unsere Schwerter werden nicht schweigen. Stattdessen werden wir eine brutale und überwältigende Welle der Zerstörung entfesseln, die unsere Heimat für immer von diesen arroganten und naiven Narren befreien wird, die sie heimsuchen.
Unser Schicksal liegt in unseren eigenen Händen. Wir sind Asmodier. Wir werden nicht versagen.


