Die Dinge waren nicht immer so. Die Welt - Atreia - sie hatte nur eine und nicht zwei Seiten. Wir waren alle Brüder und Schwestern. Wir sahen gleich aus, hatten dieselben Ideale und ein gemeinsames Ziel: den Turm der Ewigkeit zu beschützen. Als sie versagten, zerstörten sie alles. Unsere Welt und unser Volk wurden in zwei Hälften gerissen.
Meine Hälfte der Welt ist Asmodae, die Heimat der Asmodier. Nach der Katastrophe passten wir uns an, um in der Finsternis zu überleben und uns dem Unbekannten, das in dieser Finsternis lauerte, zu stellen. Jeden Tag lehrte unsere Welt uns etwas Neues. Das Land öffnete unsere Augen für neue Möglichkeiten und gab uns die unerschütterliche Stärke, unser Leben wieder aufzubauen. Wir haben viel erreicht. Doch alles, was wir lernten, lernten wir durch mühsam erkämpfte Erfahrung. Schließlich erhält man nicht jeden Tag die Gelegenheit, neu anzufangen und seine Fehler zu korrigieren.
Mein Name ist Kineas, und ich bin ein Daeva, ein Asmodier, der während des Krieges gegen die Balaur geschaffen wurde. Mein Volk hat alles daran gesetzt, um zur Sicherung unseres angestammten Platzes in Atreia beizutragen, und wir werden tun, was in unserer Macht steht, um das zu schützen, was rechtmäßig uns gehört. Wenn die Elyos nach Krieg dürsten, dann sollen sie Krieg haben. Die Zeit des Friedens ist der Zeit der Vergeltung gewichen.
Ich betrachte es als meine Pflicht, die Ereignisse ins rechte Licht zu rücken. Ich habe dieses Tagebuch verfasst, um zu berichten, wie es zu unserer gegenwärtigen Lage gekommen ist, auf dass jeder, der es liest, verstehe, wer die Verantwortung trägt.
Lest und lernt, was es bedeutet, Asmodier zu sein!


