Die Asmodier
Die spielbaren Asmodier stellen das dunkle und dämonische Gegenstück zu den Elyos dar. Ihr Reich nennt sich Asmodae. Der koreanische name "Ma" steht für "Dämon" und "Gefallener". Sie versuchen die friedfertigen Elyos zu vernichten, da sie nach einer großen Katastrophe in die Finsternis gestürzt sind und die Elyos dafür verantwortlich machen. Ihre Haut ist dunkler und ihre Augen glühen in der Dunkelheit. Auch die Asmodier können, dank ihren dunkelgrauen Flügeln, sehr gut fliegen.
Geschichte
Die Dinge waren nicht immer so wie sie es jetzt sind. Es gab eine Zeit, in der die beiden Seiten dieser Welt eine Einheit bildeten und wir wie Brüder und Schwestern lebten. Wir sahen gleich aus, teilten dieselben Ideale und hatten das gemeinsame Ziel, den Turm zu schützen. Als sie versagten, zerstörten sie alles. Unsere Welt und unser Volk wurden auseinandergerissen.
In der unteren Hälfte dieser Welt findet Ihr eine flache und doch verzauberte Existenz voller Sünde, Gier, Völlerei, falschem Stolz und erdrückender Arroganz. Dort findet Ihr die Elyos, ein Volk verachtungswürdiger Kreaturen, deren seelenlose Existenz von dem Ziel besessen ist, alles Gute in dieser Welt zu vernichten. Lasst Euch nicht von ihrem reinen Aussehen täuschen - unter ihrer hellen Haut verbirgt sich nichts als Dunkelheit.
Die obere Hälfte dieser Welt ist der Ort, den wir Asmodier unsere Heimat nennen. Nach der Großen Katastrophe wurden wir in ein Dasein der Finsternis und der Ungewissheit gestoßen, das uns keine andere Wahl ließ, als uns anzupassen. Jeden Tag lehrte diese Welt uns etwas Neues, öffnete unsere Augen für Alternativen und gab uns die unerschütterliche Stärke, unser Leben neu zu ordnen. Nur durch unsere Erfahrungen waren wir in der Lage, so viel zu erreichen - man erhält schließlich nicht jeden Tag die Chance, von vorne anzufangen und seine Fehler zu korrigieren.
Doch wartet, ich greife zu weit vor. Zunächst möchte ich mich Euch vorstellen: Mein Name ist Kineas, und ich bin ein Daeva, ein Wesen, das während des Kampfes gegen die Balaur geschaffen wurde. Zusammen mit meinem Volk habe ich alles daran gesetzt, zur Sicherung unseres angestammten Platzes in Atreia beizutragen. Wir werden tun, was in unserer Macht steht, um das zu schützen, was rechtmäßig uns gehört. Wenn den Elyos der Sinn nach Krieg steht, so werden wir ihrem Wunsch entsprechen. Die Zeit des Friedens ist der Zeit der Vergeltung gewichen.
Nach allem, was in unserer Welt geschehen ist, sehe ich es als meine Pflicht an, die missverständlichen Ereignisse bis zum heutigen Tag ins rechte Licht zu rücken. Ich habe dieses Tagebuch verfasst, um eine Chronik der Jahre, die zu der heutigen Situation geführt haben, anzulegen. Vielleicht versteht Ihr ja durch sie, wie sich unsere Welt derart verändern konnte.
In diesem Sinne: Lest und lernt, was es bedeutet, ein Asmodier zu sein!
Kapitel 1 - Eintracht
Als Erstes möchte ich das Zeitalter erwähnen, das vor meinen Lebzeiten existierte. Unsere Geschichten berichten von grünen Landstrichen und sattem Weideland, einer Welt, in der wir mit unseren Familien in Wohlstand und Glück lebten. Dieses Zeitalter existierte noch vor den Elyos und Asmodiern, als wir alle einfach nur als Menschen bekannt waren. Atreia war eins. Eine Gesamtheit. Als wir alle noch eins waren, gab es keine Trennung; weder zwischen unseren Welten noch zwischen unseren Völkern.
So verging Jahr um Jahr und es scheint, als seien unsere Vorfahren glücklich und zufrieden gewesen. Ich kann mir nicht helfen, aber der Gedanke daran, dass sie dieses Paradies, in dem sie lebten, nicht würdigten und ihre Welt als selbstverständlich betrachteten, macht mich wütend. Zu wissen, was seitdem vorgefallen ist, hilft uns, den Zusammenhang herzustellen, und vielleicht können wir nur rückblickend verstehen und schätzen, was wir einst hatten. Vielleicht ist sogar diese Wüste, die nun unsere Heimat ist, im Vergleich mit einem anderen Land ein Paradies, obwohl ich mir kaum einen schlimmeren Ort als diesen hier vorzustellen vermag.
Bald sollte sich jedoch alles ändern. Wir hatten keine Ahnung, welche Gräuel Aion für uns vorgesehen hatte, als unsere Welt im Begriff war, einen Albtraum zu erleben, der mit grausamen Zähnen und unkontrollierbarer Blutrünstigkeit auf uns hereinbrechen sollte.


